Trinkwasser
„Sauber. Sicher. Reckers Fluid.“

„Sauber. Sicher. Reckers Fluid.“
Verfahrenstechnik
Die Trinkwasseraufbereitung erfolgt mehrstufig und wird individuell an die Rohwasserqualität angepasst. Jede Stufe entfernt spezifische Schad- oder Störstoffe.
Entnahme aus Oberflächengewässern oder Grundwasser. Grobe Rechen und Siebe entfernen Schwimmstoffe und Grobpartikel direkt an der Entnahmestelle.
Flockungsmittel lassen feine Partikel und Kolloide zu Flocken zusammenklumpen, die anschließend in Absetzbecken sedimentieren.
Mehrstufige Filtration mit Sand, Anthrazit und Aktivkohle entfernt verbleibende Partikel sowie organische Mikroverunreinigungen.
Einstellung auf pH 7,0–9,5 durch Kalkdosierung oder Belüftung. Verhindert Korrosion im Leitungsnetz und schützt die Qualität beim Verbraucher.
Abtötung von Krankheitserregern durch UV-Bestrahlung, Chlorung, Chlordioxid oder Ozonierung. In Deutschland häufig UV kombiniert mit Chlordepot.
Entfernung von Calcium- und Magnesiumionen durch Ionentauscher oder Nanofiltration. Pflicht bei Grenzwertüberschreitung nach TrinkwV.
Laufende Analytik mit automatisierten Online-Messungen sowie Laboranalysen gemäß TrinkwV. Erst nach Einhaltung aller Grenzwerte erfolgt die Einspeisung.
Analytik & Qualität
Die Trinkwasserverordnung 2023 legt rechtsverbindliche Grenzwerte für über 180 Parameter fest. Hier die zentralen Kenngrößen des laufenden Betriebs.
| Parameter | Grenzwert | Einheit | Bedeutung | Einordnung |
|---|---|---|---|---|
| pH-Wert | 6,5 – 9,5 | — | Korrosionsschutz, Desinfektion | Kritisch |
| Trübung | < 1,0 | NTU | Partikel- & Keimindikator | Kritisch |
| Nitrat | < 50 | mg/l | Gesundheitsschutz, Methämoglobin | Überwachen |
| Nitrit | < 0,5 | mg/l | Akut toxisch bei Säuglingen | Risiko |
| Blei | < 0,010 | mg/l | Neurotoxin, Altleitungen | Risiko |
| Arsen | < 0,010 | mg/l | Kanzerogen, geogene Belastung | Risiko |
| Coliforme Bakterien | 0 | KBE/100 ml | Fäkale Kontamination | Risiko |
| Legionellen | < 100 | KBE/100 ml | Aerosol-Infektionsrisiko | Risiko |
| Freies Chlor | < 0,3 | mg/l | Desinfektion im Verteilnetz | Depot-Schutz |
Rohwasserquellen
Die Rohwasserherkunft bestimmt, welche Aufbereitungsschritte notwendig sind.
Die wichtigste Quelle in Deutschland. Meist hohe natürliche Qualität, anfällig für Nitrat und Pestizide.
Oberflächenwasser aus Stauseen. Erfordert intensive mehrstufige Aufbereitung.
Flusswasser, natürlich durch Uferpassage vorgereinigt. Danach weitere technische Aufbereitung nötig.
Natürlich austretende Grundwässer in geschützten Einzugsgebieten. Oft minimal aufbereitungsbedürftig.
Gesetzliche Grundlage
Die novellierte TrinkwV 2023 setzt die EU-Trinkwasserrichtlinie (2020/2184) in deutsches Recht um und verschärft zahlreiche Grenzwerte.
Regelmäßige Parameter-Analysen nach festgelegten Untersuchungsintervallen und -umfängen
Verbraucher müssen aktiv über Wasserqualität und Grenzwertüberschreitungen informiert werden
Neue Pflicht zur einzugsgebietsbezogenen Risikoanalyse nach dem Water Safety Plan-Ansatz
Verschärfte Grenzwerte für Blei (0,010 mg/l) sowie neue Parameter wie PFAS und Bisphenol A
Kennzahlen
Regelwerk
Der Betrieb von Trinkwasserversorgungsanlagen ist durch ein dichtes Regelwerk auf EU- und nationaler Ebene geregelt.
Zentrale nationale Rechtsgrundlage mit Grenzwerten, Untersuchungs- und Meldepflichten
Europäische Grundlage mit risikobasiertem Ansatz und neuen Parametern
Richtlinien für Planung, Bau und Betrieb von Grundwasserwerken und Brunnenanlagen
Anforderungen an Schnell- und Langsamfilter sowie Membranverfahren
Planung und Installation von UV-Desinfektionsanlagen für die Trinkwasseraufbereitung
Technische Maßnahmen zur Sicherstellung hygienisch einwandfreier Trinkwasserinstallationen

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